Quartier „Urban Soul“ nimmt Formen an

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Nachdem bisher nur unter und an der Oberfläche gebaut wurde, nimmt das Projekt „Urban Soul Bonn“ seit Kurzem auch deutlich sichtbare Formen an. Es geht nach oben! Die städtebaulichen Konturen der drei aufgehenden Gebäudeteile sind inzwischen im Stadtraum ablesbar. Damit wird das Eingangstor zur Bonner Innenstadt gemeinsam mit dem Maximiliancenter auf der anderen Seite langsam sichtbar. Die neue Gastronomiepiazza an der Maximilianstraße wird bald von den umliegenden Häusern eingefasst sein.

Die aufwendigen Ertüchtigungen des U-Bahn-Bauwerkes und die Rohbauarbeiten im Untergrund sind im Bereich des Nordfelds weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Rückbau der provisorischen Treppenanlage vor etwa einem Monat konnte das „Bonner Loch“ endgültig geschlossen werden. Im Untergeschoss werden derzeit die Voraussetzungen geschaffen, um die öffentlichen Flächen, in Anlehnung an das Maximiliancenter, in gleicher Weise ausbauen zu können.

Die Hochbauarbeiten stehen nun im Fokus: Vom ersten Bauteil des neuen Quartiers, dem „Lifestyle House“, ist die Decke über dem 1. Obergeschoss bereits weitgehend hergestellt. Das Hotel ist ebenso bereits bis zur Oberkante des 1. Obergeschosses gewachsen. Hier werden Etage für Etage die Bäder – in Summe 235 Stück – für das zukünftige motel one in den Rohbau integriert. Dabei hebt der Kran immer passgenau die just in time gelieferte Fertignasszelle in die Aussparungen des Rohbaus.

Mit Blick auf die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude in der Umgebung (Maximilianstraße und Hauptbahnhof) waren sich die Projektbeteiligten (Stadt, Bauherr, Architekten) einig, dass auch die neuen Gebäude eine hochwertige Klinkerfassade erhalten sollten. Bei der Materialauswahl hat die Firma Backsteinkontor aus Köln beraten und von verschiedensten Herstellern aus ganz Europa Handmuster anfertigen lassen. In mehreren Bemusterungsrunden wurde eine Ziegelei aus der deutsch/niederländischen Grenzregion ausgewählt, die sich mit seiner Herstellungs- und Brennart ein Alleinstellungsmerkmal in der Ziegelwelt erarbeitet hat. In einem besonderen Veredlungsprozess, dem sogenannten 2-Brand-Verfahren, erhalten die Backsteine ihre einzigartige Oberfläche und ihr charakteristisches Farbenspiel aus warmen und kühleren Farbnuancen. Die Rohbauarbeiten als Grundlage zur Anbringung der Klinkerfassaden werden im 3./4. Quartal abgeschlossen sein. Für diesen Zeitraum ist auch das Richtfest geplant.

Auf der anderen Straßenseite an der Rabinstraße wächst das „City Office“ schon länger aus dem Boden. Hier konnten die Baufirmen freier und ohne aufwendige Vorarbeiten im Bestand agieren. Aktuell wird das zukünftige Parkhaus mit Fertigteilen aufgebaut. Die Parkhausfassade wird aus einem hochwertigen Aluminiumblech mit senkrecht zur Fassade verlaufenden Kantungen angebracht. Der im Rohbau fast fertige Büroteil erhält eine Betonfertigteilfassade. Aufgrund des zügigen Baufortschritts wird das Richtfest hier vermutlich noch vor den Sommerferien gefeiert werden können.

Derzeit sind insgesamt parallel über 100 Arbeiter (darunter Rohbauer und Eisenflechter) von über 15 Firmen auf der gesamten Baustelle aktiv. Ab dem Frühjahr 2020 werden die einzelnen Häuser sodann sukzessive eröffnen. Den Anfang macht vermutlich das Parkhaus im „City Office“.

Autor: die developer

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