Sparkasse und „die developer“ aus Düsseldorf beleben Krefeld

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In den vergangenen Jahren hat die Sparkasse Krefeld mit dem Neubau eines Bürogebäudes an der Rheinstraße (Inbetriebnahme: Dezember 2008) und der Kernsanierung des Atriumgebäudes (Inbetriebnahme: November 2012) zwei wichtige städtebauliche Ausrufezeichen in der Krefelder Innenstadt gesetzt. Jetzt zeichnet sich die Realisierung eines dritten bedeutenden Bauvorhabens ab: ein Neubau auf dem Grundstück der Geschäftsstelle Friedrichstraße, der die Gebäudeteile an Friedrichstraße, Sankt-Anton-Straße und Königstraße umfasst.

Zu diesem Zweck hat die Sparkasse Krefeld die renommierte „die developer Projektentwicklung GmbH“ (die developer) aus Düsseldorf ins Boot geholt. Das Unternehmen ist Teil der Zech Group GmbH.

Die neue Sparkasse Friedrichstraße

Die Sparkasse Krefeld wird diesen geschäftspolitisch wichtigen Standort im Norden der Innenstadt beibehalten. Allerdings kann der Flächenbedarf deutlich reduziert werden. So beansprucht die Sparkasse von der heutigen Gesamtfläche von 3.764 m² einschließlich des Turmgebäudes künftig nur noch eine Fläche von 638 m² für die eigene Nutzung. Auf dem übrigen Areal plant und vermarktet der Investor ein Gebäude in eigener Regie.

Der aktuelle Planungsstand der Sparkasse sieht folgendes Szenario vor:

Das neue Finanzcenter wird durch einen Haupteingang an der Friedrichstraße erschlossen. Der Kunde betritt die Geschäftsstelle über das 24h-SB-Foyer, das mit Geldautomaten, Recyclern, SB-Terminals und Auszugdruckern ausgestattet ist. Es werden neben einem 24h-Kundentresor, einem diskreten Einzahlraum bis zu 12 weitere Selbstbedienungsautomaten angeboten. Im direkten Blickfeld des Kunden im Servicebereich befinden sich vier Stehdialog-Elemente, so dass die Mitarbeiter den suchenden Kunden stets im Blick haben. Ergänzt wird das Serviceangebot durch zwei Kassen. Im rückwärtigen Bereich sind vier Beratungsräume bzw. Mitarbeiterbüros für eine diskrete und effiziente Beratung angeordnet. Eine offene Treppe verbindet das Finanzcenter im Erdgeschoss mit der Betreuung unserer privaten Kundschaft im 1. Obergeschoss. Die Räume in den darüber liegenden beiden Obergeschossen können je nach Bedarf für die Geschäftskundenbetreuung der Sparkasse genutzt oder auch vermietet werden.

Rückblick Sparkasse

Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde am 1.12.1962 der Neubau der Hauptgeschäftsstelle Friedrichstraße feierlich eröffnet. Der Architekt Prof. Hanns Dustmann hatte für die damalige Stadt-Sparkasse Krefeld ein modernes und funktionales Stück Architektur geschaffen, das in seiner Grundstruktur über 50 Jahre unverändert geblieben ist. Der Bauzustand und Zuschnitt in der derzeitigen Form lässt nach so langer Zeit jedoch keine Weiterführung zu.

Die seinerzeit verwendeten Baumaterialen sind verbraucht; die vorhandene Luft- und Klima-technik nicht mehr verwendbar. Die Gebäudehülle ist undicht. Zudem kann die vorhandene Statik, nicht zuletzt aufgrund des schlechten Zustands der Tragwerksteile, keine Erweiterung tragen. Eine Nutzung der vorhandenen Bausubstanz etwa als Basis für eine Ertüchtigung des Gebäudes ist nicht darstellbar.

Ausblick Neuentwicklung

die developer planen nun als Bauherr und Projektentwickler, angegliedert an den dargestellten Neubau der Sparkasse, ein neues innerstädtisches Geschäftshaus. „Einer der Schwerpunkte wird  – Stand heute – im Bereich der innerstädtischen Nahversorgung liegen, da wir die nördliche    Krefelder Innenstadt mit seiner hohen Wohndichte als unterversorgt sehen“, so Projektentwickler Bastian Julius von die developer. Weitere Nutzungen liegen im Bereich des innenstadttypischen Einzelhandels, die das bestehende Angebot ergänzen und erweitern. Insgesamt wird mit einer einzelhandelsrelevanten Fläche von ca. 6.000 m² auf zwei bis drei Ebenen geplant. Ergänzt wird die Neuentwicklung mit ca. 220 nutzerfreundlichen Stellplätzen in den Obergeschossen, die    zukünftig als Ausgangspunkt für einen Stadtbummel in der Krefelder Innenstadt dienen. Die Gesamtentwicklung nimmt nach Rückbau der bestehenden Gebäudesubstanz etwa zwei Jahre in Anspruch.

Für die Architektur der Neubauten zeichnet sich das Büro msm Architekten, Köln, vertreten durch Herrn Caspar Schmitz-Morkramer, verantwortlich. Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal sind die vor Kopf ausgerichteten Dachgärten, die die kompakte Struktur auflösen, und so trotz einer hohen Bebauungsdichte in der Innenstadt grüne Zonen schaffen. Die Fassadenstruktur gliedert das Bauwerk in kleinteiligere Stadtbausteine.

die developer, die mit Projekten wie dem erst kürzlich eröffneten und im März 2014 mit dem  MIPIM Award („Best Urban Regeneration Project“) ausgezeichneten Kö-Bogen in Düsseldorf international für Aufmerksamkeit sorgten, bieten als Investor, Bauherr und verantwortlicher Projektentwickler das notwendige Know-how für die Entwicklung von innerstädtischen Maßnahmen. Als regionaler Entwickler liegt der Fokus primär im westdeutschen Raum.

Autor: die developer

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